Wahrheiten oder Das Leben ist hart ...

Veröffentlicht auf von InieBinie

.... letzten Samstag waren wir unterwegs nach einer Küche gucken, haben auch etwas gefunden, aber noch nicht gekauft. Gut so.
Eine kleine Einigung und Kompromisse später haben wir - fast - alles geklärt gehabt.
Naja, so ging es dann abends nochmal zu meinen Eltern, die gerade aus einem Wellness-Urlaub an der polnischen Ostsee zurückgekehrt waren. Noch ein bisl schnacken hier und erzählen dort ... Irgendwann überkam mich dann Müdigkeit und wir machten uns auf den Weg nach Hause ...

Sonntag, hatte ich mir vorgenommen, wollte ich einen Betttag machen. Da ich noch immer an den Folgen meiner Erkältung zu knabbern hatte und ich das auch nicht wirklich los geworden bin, hab ich das also auch durchgezogen. Am Nachmittag klingelte dann irgendwann mein Handy und mein Dad erklärte mir, dass ich mal zu meiner Mum fahren sollte, da sie Sonntag früh schon nen Besuch im Krankenhaus hingelegt hatten, sie aber nicht da bleiben wollte. Irgendwie verständlich.
Also stürzte ich völlig panisch ausm Bett raus, zog mich nur rasch um und schon war ich auf dem Weg. Naja, sie wollte noch warten, dass mein Dad sie ins KKH fahren sollte. In der übrigen Zeit packten wir eine Tasche mit allem Notwendigem, da stand mein Papa auch schein in der Tür und auf gings.
Zur Entspannung haben wir uns erstmal nen leckeren Eisbecher bei unserer Lieblings-Eis-Diele gegönnt. Und es war sooo voll dort gewesen. Wirklich alles, bis auf den letzten Platz, war besetzt und die Leute standen noch immer und warteten darauf bedient zu werden. Hier und da quäkte mal ein Klein-Kind.

Zu Hause angekommen verkrümmelte ich mich auch wieder sofort ins Bett und kam da auch für den restlichen Abend nicht mehr heraus, außer später nochmal, um unter die Dusche zu springen.
Und irgendwann Montag, in aller Herrgotts-Frühe, war dann auch schon wieder der Abschied da und mein Hasi ließ mich für die folgenden Tage wieder allein.

Meinen Arbeitstag verlebte ich recht gut. Zum Feierabend verdünnisierte ich mich dann ins Kopier-Zimmer .... "Strafarbeit" :)
Nein, nicht wirklich .... Da es sich um ein Leih-Exemplar handelte, war meine Aufgabe, dass ich einen breiten Büro-Ordner komplett kopieren sollte - beidseitig. Mir wurde schon schwnidelig bei dem Gedanken daran und ich erfuhr, dass das eigentlich ne schnelle Sache sei - von Seiten des Kopierers ...
Danach noch schnell einen Happen essen, vielmehr Suppe löffeln - lecker Bohneneintopf.

So fuhr ich also meinem Feierabend entgegen und war auf dem Weg zu meinem Papa, der mir nunmehr berichten sollte, was nun mit meiner lieben Mama los sei .... Alarmstufe rot wurde relativiert. Keine OP, wie ursprünglich geplant. Also bin ich dann auf schnellstem Wege zum Besuch gestartet ....
Knappe zwei Stunden hab ich bei ihr verbracht und mit ihr gequatscht ... Ihr Mut gemacht und gut zugeredet, dass es besser sei, dass sie im KKH ist.

Nachdem nun der Abend sich näherte und ich mittlerweile auch schon wieder zu Hause war, abgewaschen und gegessen hatte, stand noch der Anruf bei Hasi aus ...
Tja, und wer hätte gedacht, dass man über 600 km Entfernung nicht streiten kann ....

Das ganze zog sich bis in die Nacht rein und lief per SMS, E-Mail und einem weiteren Anruf ... Und wo sind wir gelandet?! - Bei Unverständnis, Bock, Sturheit, Wut und einem (fast) nähergekommenen Beziehungsende ...
Und wie es weitergeht?! - Ich habe keine Ahnung ....

Wir hatte eigentlich noch einiges vor: neue Wohnung, Kinderwunsch - ein schönes Leben aufbauen ... Aber wenn man nicht bereit ist dafür, dann sollte man es sein lassen ...
Bin ich bereit dafür?! - Ja, aber nicht um jeden finanziellen Aspekt .... Und darin liegt das Problem .... Oder viel mehr die Wahrheit ...
Wenn man sich neu einrichtet, muss das ja nicht von heut auf morgen geschehen, sondern hat Zeit .... Zeit, die er nicht haben bzw. sich nicht nehmen will. Was wird aus dem Leben?! - Man zahlt Miete und drei Monate eine Kaution, ein Auto, ne Versicherung, eine Küche soll abbezahlt werden, man will sich ernähren .... Aber wo bleibt der Spass ....
Ein Leben danach auszurichten und finanziell wieder abhängig sein?! - Nein danke ....
Ich führe kein Leben auf Pump, jedenfalls nicht auf Dauer ...

Was ist daran nicht zu verstehen, wenn ich diese Meinung habe und neu gewonnenes Lebensglück, durch Arbeit und finanzieller Gutstellung, nicht zum Fenster rausschmeißen will. Wenn ich der Meinung bin: Gut, dann dauert es eben ein halbes Jahr bis die Wohnung komplett schick eingerichtet ist. Oder nach einem Jahr ....
Ich will nicht finanziell abhängig sein von irgendjemandem.

.... will nicht, dass ich zurückstecken muss
.... will nicht verzichten auf Spass im Leben
... will auch mal wegfahren
... will Geld beiseite legen

Geld regiert die Welt.
Geld regiert uns Menschen.
Geld lässt uns nicht frei leben.
Geld lässt uns grübeln.
Geld lässt uns teilhaben an sozialem Geschehen.
Geld hat Macht.
Geld verleiht Macht.

Aber nur an diejenigen, die es zu schätzen wissen ...

Ich will leben und nicht leiden ....
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Veröffentlicht in InieBinie's Diary

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R
Recht hast Du Ines, man kann auch alles langsam nach und nach angehen, sonst habt ihr nur einen finanziellen Gewaltakt, wo man auch schnell mal den Überblick verlieren kann. Ich hoffe das es Deiner Mama wieder besser geht....Lieber Gruß Regina
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I
<br /> Hallo Regina,<br /> danke, meiner Mama gehts wieder. Diese Woche ist sie noch zu Hause und dann mal sehen wie es weiter geht.<br /> <br /> Finanziell ist alles geklärt :)<br /> <br /> Liebe Grüße,<br /> Ines<br /> <br /> <br />